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	<title>nitaps &#187; america&#8217;09</title>
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		<title>04.08.2009 / Auf Wiedersehen Amerika</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Aug 2009 15:41:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Orte der vergangenen Monate schon wieder so weit weg. Die Welt dreht sich weiter. Die letzten zehn Tage meiner Tour in Paris zu verbringen, waren eine gute Entscheidung, fällt mir so der Umstieg auf Berlin und alles, was mit dieser Stadt zusammenfällt nicht so schwer. Ich habe weite Wege hinter mir. Erfahrungen gesammelt, Hürden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Orte der vergangenen Monate schon wieder so weit weg. Die Welt dreht sich weiter. Die letzten zehn Tage meiner Tour in Paris zu verbringen, waren eine gute Entscheidung, fällt mir so der Umstieg auf Berlin und alles, was mit dieser Stadt zusammenfällt nicht so schwer. Ich habe weite Wege hinter mir. Erfahrungen gesammelt, Hürden bewältigt, Glück und Unglück einer ganz anderen Welt gesehen. Wie schon direkt nach Rückankunft, fällt es mir auch weiterhin schwer auf die Frage nach dem &#8220;Wie war es ?&#8221; eine schlüssige Antwort zu finden.</p>
<p><span id="more-629"></span>Ich habe seit nun fast einem Monat mein Reisetagebuch nicht aufgeschlagen und werde es noch eine ganze Weile liegen lassen, bevor ich es mir zur Weihnachtszeit in aller Ruhe vornehme und die Gedanken aus drei Monaten Amerika sortiere. Aber &#8220;Wie war es?&#8221; kennt doch eine Antwort. Facettenreich, farbenfroh und lebendig. Wem das reicht&#8230;</p>
<p>Ich möchte den vorerst letzten Eintrag zu dieser Reise allen aufmerksamen Lesern widmen. Bei vielen Gelegenheiten nach Rückankunft habe ich erstaunt festgestellt, wie zahlreich meine Worte verfolgt wurden und welches Detail den ein oder anderen noch länger beschäftigte. Allen Lesern, meiner Familie, Freunden, Freundes-Freunden und Freundes-Omas, ehemaligen Kollegen und allen, die ich vielleicht gar nicht kenne, aber denen ich ein bisschen bekannter geworden bin: Vielen Dank. Jede Stunde, die ich im Internet-Cafe irgendwo auf dieser Welt gesessen und Wörter aus meinem Tagebuch abgetippt habe, hat sich gelohnt. Es ist ein wundervolles Gefühl, nach Hause zu kommen und zu sehen, dass man in den Monaten im Leben von so vielen Menschen ein klitze-kleines Plätzchen hatte.</p>
<p>Und somit schliesse ich erstmal ab. Aus den 3500 Fotos werden noch so einige hier auftauchen, aber das brauch Zeit, müssen sie ja alle erst meine wachen Augen passieren.</p>
<p>!Hasta luego y muchas gracias queridos amigos!</p>
<p>Martin</p>
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		<title>02.07.-09.07.2009 / Welt</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 18:56:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Türen öffnen und schliessen sich vor mir automatisch. Die Taxen hupen nicht mehr.  Die Toilettenspülung funkioniert und geht von alleine. Ich zahle Eintritt dafür. 6 Stunden Flug wie eine Zeitreise. Nur eins ändert sich nicht. Die Sprache. Ich bin in den USA und trotzdem, oder gerade deswegen &#8211; in Gesamt-USA derzeit etwa 15%, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Türen öffnen und schliessen sich vor mir automatisch. Die Taxen hupen nicht mehr.  Die Toilettenspülung funkioniert und geht von alleine. Ich zahle Eintritt dafür. 6 Stunden Flug wie eine Zeitreise. Nur eins ändert sich nicht. Die Sprache. Ich bin in den USA und trotzdem, oder gerade deswegen &#8211; in Gesamt-USA derzeit etwa 15%, in einigen Bundesstaaten schon fast 50% der Einwohner sind Spanisch-Muttersprachler &#8211; werde ich in Miami auf dem Flughafen, in New York bei Dunkin Donuts oder beim Einchecken am Flughafen weiterhin freundlich mit &#8220;Buenos Tardes&#8221; begrüßt.</p>
<div id="attachment_541" class="wp-caption alignnone" style="width: 574px"><a href="http://nitaps.spalekplus.com/wp-content/uploads/2009/07/america-2009-156-web.png"><img class="size-full wp-image-541" title="america-2009-156-web" src="http://nitaps.spalekplus.com/wp-content/uploads/2009/07/america-2009-156-web.png" alt="Am Ufer der Seine tanzen und trinken Hunderte zu Tango- und Salsaklängen." width="564" height="423" /></a><p class="wp-caption-text">Am Ufer der Seine tanzen und trinken Hunderte zu Tango- und Salsaklängen.</p></div>
<p><span id="more-467"></span></p>
<p>Im Schnelldurchlauf schiesse ich zurück in meine westliche Zivilisation. La Paz, Santa Cruz, Miami, New York, London, Paris. In zwei Tagen. Die Welt dreht sich um mich herum. In Miami Hektik auf dem Flughafen, Verspätungen, Durchsagen, Gate-Wechsel. In New York Hektik in der U-Bahn. Hektik bei century21, wo ich stehe, um noch ein paar Zivilisations-Schnäppchen abzuräumen. Mit zwei Rucksäcken auf dem Rücken, da New York nach &#8220;dem was da unten am World Trade Center passiert ist&#8221; keine Gepäckaufbewahrung mehr hat. Keine Umkleidekabine noch dazu, was mich zum Anprobieren in die Burger King-Toilette zwingt. Nach drei Stunden sehne ich nichts mehr herbei als ein Flugzeug, oder zumindest ein kleines Plätzchen auf dem Flughafen. Ruhe.</p>
<p>Ich habe das Gefühl, ich vertrage die Rückreise gut. Stress und Hektik, ja. Aber es fehlt das überwältigende Gefühl, zurück zu wollen. Ich will weiter. Vorwärts. Nicht zurück. Ich suche eine Aufgabe. Einen etwas tieferen Grund zum Aufstehen, als ein weiteres Stückchen einer Reise.</p>
<div class="mceTemp"></div>
<p>Flug. U-Bahn. Zug. Paris. Da. Für 10 Tage.</p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_541" class="wp-caption alignnone" style="width: 574px;"></dl>
</div>
<div id="attachment_542" class="wp-caption alignnone" style="width: 574px"><a href="http://nitaps.spalekplus.com/wp-content/uploads/2009/07/america-2009-167-web.png"><img class="size-full wp-image-542" title="america-2009-167-web" src="http://nitaps.spalekplus.com/wp-content/uploads/2009/07/america-2009-167-web.png" alt="america-2009-167-web" width="564" height="423" /></a><p class="wp-caption-text">seine ufer an einem samstag abend.</p></div>
<p>Der letzte Stopp eines 3-monatigen Ausrisses. Waleria führt mich an den perfekten Ort zum Ankommen. Durchatmen und Gedanken sortieren. In Gentilly sitze ich seit 4 Tagen in einer kleinen Wohnung. Mit Balkon zum Garten.<br />
Die Zeit verbringe ich mit Essen, Reden und am Computer. Er hat sich schnell wieder hereingefunden in meinen Tagesablauf. Ich suche meine nächste Aufgabe.</p>
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		<title>21.06.-23.06.2009 / Sacred Valley; Peru</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 22:57:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nitaps</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wieder ein paar Zeilen aus meinem Reisejournal. Die Tage im heiligen Tal der Inka.
21.06.2009 Cusco (&#62;&#62;)
Aus Lima in Cusco angekommen mache ich mich schon nach einer Nacht auf nach Aguas Calientes, dem Ausgangsort fuer die Expedition nach Machu Picchu. Ich muss erst einmal zwei Busse kriegen, bevor ich in Ollantaytambo einen Zug um kurz nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder ein paar Zeilen aus meinem Reisejournal. Die Tage im heiligen Tal der Inka.</p>
<p><strong>21.06.2009 Cusco (<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=es&amp;q=Cusco,+Per%C3%BA&amp;sll=51.316881,10.415039&amp;sspn=12.428108,28.300781&amp;ie=UTF8&amp;cd=1&amp;geocode=FedVK_8dVeS7-w&amp;split=0&amp;ll=-13.528353,-71.973324&amp;spn=0.603502,1.40625&amp;t=k&amp;z=10" target="_blank">&gt;&gt;</a>)</strong></p>
<p>Aus Lima in Cusco angekommen mache ich mich schon nach einer Nacht auf nach Aguas Calientes, dem Ausgangsort fuer die Expedition nach Machu Picchu. Ich muss erst einmal zwei Busse kriegen, bevor ich in Ollantaytambo einen Zug um kurz nach 8 am Abend erwischen will (Backpacker-Variante 1 fuer ca. 35$). In Aguas Calientes habe ich noch keine Unterkunft, eine nach 10 zu bekommen wird bestimmt abenteuerlich.</p>
<div id="attachment_547" class="wp-caption alignnone" style="width: 574px"><a href="http://nitaps.spalekplus.com/wp-content/uploads/2009/06/america-2009-90-web.png"><img class="size-full wp-image-547" title="america-2009-90-web" src="http://nitaps.spalekplus.com/wp-content/uploads/2009/06/america-2009-90-web.png" alt="Blick von Machu Picchu auf die umliegenden Berge." width="564" height="752" /></a><p class="wp-caption-text">Blick von Machu Picchu auf die umliegenden Berge.</p></div>
<p><span id="more-434"></span></p>
<p><strong>21.06.2009 Cusco (<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=es&amp;q=Cusco,+Per%C3%BA&amp;sll=51.316881,10.415039&amp;sspn=12.428108,28.300781&amp;ie=UTF8&amp;cd=1&amp;geocode=FedVK_8dVeS7-w&amp;split=0&amp;ll=-13.528353,-71.973324&amp;spn=0.603502,1.40625&amp;t=k&amp;z=10" target="_blank">&gt;&gt;</a>)</strong></p>
<p>Tessa aus dem Hostel hat mir gerade erzaehlt, dass die Strassen Richtung Bolivien aufgrund der Streiks der campesinos an bestimmten Stellen blockiert sind und Busse seit einigen Tagen nicht an die Grenze durchkommen. Wie komme ich nach La Paz?</p>
<p><strong>21.06.2009 Ollantaytambo (<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=es&amp;geocode=&amp;q=ollantaytambo,+Per%C3%BA&amp;sll=-13.528353,-71.973324&amp;sspn=0.603502,1.40625&amp;ie=UTF8&amp;ll=-13.09553,-72.26532&amp;spn=1.209148,1.768799&amp;t=k&amp;z=9" target="_blank">&gt;&gt;</a>)</strong></p>
<p>Nach 1,5h Busfahrt und 0,5h collectivo bin ich gegen 5 in Ollantaytambo angekommen. Nun heisst es auf den Zug um 8 warten. Wenn ich es schoen male ist das Verhaeltnis locals zu Touris 1:1. Schoene Fotos von Stadt und Festungsruine sind scwer ohne Touri-Klekse zu bekommen. Die Essenpreise gegenueber Cusco verfuenfacht. In Ollantaytambo befindet sich der Schauplatz der einzigen Schlacht, in der die Inka einen Angriff der Conquistadores zurueckschlagen konnten.</p>
<p><strong>21.06.2009 Aguas Calientes</strong></p>
<p>Nach zwei Stunden rumpliger Zugfahrt in Aguas Calientes angekommen. Wirkt wie ien fuer Touristen erschaffener Ort. Ist wohl das peruanische Anden-Pendant zum Surferort Montañita in Ecuador. Habe fuer diesen Touri-Ort ein Schnaeppchen-Doppelzimmer mit furchtbarer Matratze fuer 5$ erobert. Muss morgen frueh raus, habe noch keine Ahnung wohin&#8230;</p>
<p><strong>22.06.2009 Machu Picchu (<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=es&amp;geocode=&amp;q=machu+picchu,+Per%C3%BA&amp;sll=-13.130973,-72.509766&amp;sspn=0.075562,0.11055&amp;ie=UTF8&amp;ll=-12.961736,-72.515259&amp;spn=1.142896,1.768799&amp;t=h&amp;z=9" target="_blank">&gt;&gt;</a>)</strong></p>
<p>Nun sitz ich hier. Bin um kurz nach fuenf aufgestanden und mit dem Bus zur Ruine gefahren. Aufgrund des Inti Raymi &#8211; Sommersonnenwendefest &#8211; ist es auch auf Machu Picchu zieml</p>
<p>ich voll. Trotz allem ist der Anblick dieser alten Inka-Stadt, wie sie majestaetisch auf dem Gipfel trohnt atemberaubend. Leider weiss man bis heute wenig ueber diese Ruinen. Eine Stadt, geteilt in drei Bereiche &#8211; Wohnen, Landwirtschaft und Heilige Staetten &#8211; die wohl von etwa 3000 Menschen erbaut und von 500 bewohnt wurde. Doch haben die Spanier sie nie erobert, die Inka sie gegenueber den Spaniern nie erwaehnt und so finden sich keine Aufzeichnungen ueber das Leben dort. Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Stadt bereits vor der Ankunft der Spanier unbewohnt war, andere Theorien gehen davon aus, dass die Stadt zur Zeit der Eroberung sich noch im Bau befand.<br />
Die umliegende Natur ist fast beeindruckender. Statt umliegender Bergketten, wie aus dem Norden und Ecuador bekannt gibt es unendlich viele gruene Huegel und Wolken, die zwischen ihnen haengen.</p>
<p><strong>22.06.2009 Cusco (<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=es&amp;q=Cusco,+Per%C3%BA&amp;sll=51.316881,10.415039&amp;sspn=12.428108,28.300781&amp;ie=UTF8&amp;cd=1&amp;geocode=FedVK_8dVeS7-w&amp;split=0&amp;ll=-13.528353,-71.973324&amp;spn=0.603502,1.40625&amp;t=k&amp;z=10" target="_blank">&gt;&gt;</a>)</strong></p>
<p>Ich bin am Abend um 21.30 zurueckgekehrt. Nach dem doch leicht teurem Hinweg habe ich einen Rueckweg fuer weniger als die Haelfte ausgemacht. Nach einem schoenen Trek entlanf von Bahnschienen und zwei collectivo Fahrten bis Santa Maria, habe ich von da aus ein 5h-collectivo bis nach Cusco gefunden (Knieschmerzen!).</p>
<p><strong>23.06.2009 Cusco (</strong><strong><a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=es&amp;q=Cusco,+Per%C3%BA&amp;sll=51.316881,10.415039&amp;sspn=12.428108,28.300781&amp;ie=UTF8&amp;cd=1&amp;geocode=FedVK_8dVeS7-w&amp;split=0&amp;ll=-13.528353,-71.973324&amp;spn=0.603502,1.40625&amp;t=k&amp;z=10" target="_blank">&gt;&gt;</a></strong><strong>)</strong></p>
<p>Die Situation mit den Strassen hat sich nicht gebessert. Nach neuesten Informationen sind zumindest die Strassen nach Puno/La Paz und Arequipa dicht (Fuer alle Fahrzeuge mit mehr als einem Rad). Muss in den naechsten drei Tagen nach La Paz kommen. Alternativen: Fliegen (mas caro) und Zug (muy mas caro). Ueberlege einen Martin-Hilfsfond aufzulegen und mich per PayPal-Donation bis nach LaPaz zu bringen.</p>
<p><strong>23.06.2009 Cusco (</strong><strong><a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=es&amp;q=Cusco,+Per%C3%BA&amp;sll=51.316881,10.415039&amp;sspn=12.428108,28.300781&amp;ie=UTF8&amp;cd=1&amp;geocode=FedVK_8dVeS7-w&amp;split=0&amp;ll=-13.528353,-71.973324&amp;spn=0.603502,1.40625&amp;t=k&amp;z=10" target="_blank">&gt;&gt;</a>)</strong></p>
<p>Auf den Strassen wird getanzt. Noch ist Probe. Morgen geht es los. Inti Raymi. Das farbenfrohe Festival der Inka zur Sommersonnenwende. Die Strassen sind zum Bersten mit Menschen in traditioneller Kleidung gefuellt. An jedem Haus, jeder Laterne haengt die Fahne des Inka-Reichs. Peru? Im Moment woanders.</p>
<p><strong>23.06.2009 Cusco</strong></p>
<p>Die Strassen sind voll mit betrunkenen Inkas. Anscheindend gehoert cerveza auch hier zu jeder Festivitaet. Getrunken wird auf den Strassen aus 1l Flaschen. Am Strassenrand wird auch Rum-Cola frisch abgefuellt. Auf meinem Weg ins Hostel treffe ich auf einen Polizisten, der in Uniform durch die Strassen wankt und froehlich auf seiner Trillerpfeife blaest.</p>
<p><strong>24.06.2009 Cusco</strong></p>
<p>Morgens um neun (peruanischer Zeitrechnung&#8230;) startet die Prozession zum Inti Raymi auf der Av. Sol. Frauen, Kinder und Maenner in traditioneller Inka-Kleidung ziehen durch die Strassen und fuehren eine genau abgestimmte Choreografie auf. Immer wieder wird durch heben der Arme angezeigt, dass der Sonne gehuldigt wird. Am Plaza de Armas versammeln sich Tausende Zuschauer und sehen den Inka mit einer seiner Frauen umgeben von ca. 100 seiner Untertanen. Ein buntes Schauspiel, dass sich in der Inka-Staette<strong> </strong>Sacsayhuamán (sprich: sexy woman) fortsetzt. Die, die sich keine Karte fuer die Tribuene kaufen konnten (110$) sitzen auf den beiden Huegeln hinter dem Festplatz. Ca. 30.000 Menschen (70% Peruaner, 30% Gringos) sind gekommen. Um gute Sicht wird gerangelt, stehen Menschen in den vorderen Reihen auf, werden sie durch werfen von Muell, Flaschen und Essen sanft zum wieder setzen bewegt. Die Zeremonie ist interessant zu sehen, das umliegende Spektakel aber eigentlich spannender. Ich verlasse<strong> </strong>Sacsayhuamán mit meinem ersten kraeftigen Sonnenbrand und schoenen Eindruecken von Prozession und den feierwuetigen Cusqueños.</p>
<p><strong>24.06.2009 Cusco</strong></p>
<p>Schock. Nach der Strecke nach Puno sind seit heute auch die beiden Grenzuebergaenge in die Haende der Streikenden gefallen. Wie komme ich nach La Paz? Bus bis Puno ist unmoeglich. Flug bis Juliaca und dann ueber die Grenze mit Bus faellt seit heute auch aus. Fliegen nach La Paz? Teuer, dazu international departure tax. Reisebueros heute wegen Feiertagen eher mundfaul.</p>
<p>Wann ist ist mit Besserung zu rechnen? Depende&#8230; Keiner kann es sagen.</p>
<p><a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=84368&amp;id=534618562&amp;l=15552031de" target="_blank">&gt;&gt; Fotos von Machu Picchu und Inti Raymi</a></p>
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		<title>10.06.-16.06.2009 / Cordillera Blancha; Peru</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 15:31:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Auszuege aus meinem Trekking-Tagebuch / 5 Tage Einsamkeit in der Cordillera Blancha (Parque Nacional Huascaran)
10.06.2009  / Huaraz (&#62;&#62;)
Nach einer knapp 8-stuendigen Busfahrt in einem luxurioesen Gefaehrt von Cruz del Sur bin ich heute in Huaraz angekommen. Erste Nachfragen in Trekking-Agenturen haben ergeben, dass es derzeit kaum Sicherheitsbedenken fuer Solo-Trekker in der Cordillera Blancha gibt. Morgen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auszuege aus meinem Trekking-Tagebuch / 5 Tage Einsamkeit in der Cordillera Blancha (Parque Nacional Huascaran)</p>
<p><strong>10.06.2009  / Huaraz (<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;q=Huaraz,+Peru&amp;sll=51.151786,10.415039&amp;sspn=12.472431,28.300781&amp;ie=UTF8&amp;cd=1&amp;geocode=Fa5_bv8dcvpg-w&amp;split=0&amp;ll=-9.531601,-77.530518&amp;spn=0.03826,0.055275&amp;t=h&amp;z=14" target="_blank">&gt;&gt;</a>)</strong></p>
<p>Nach einer knapp 8-stuendigen Busfahrt in einem luxurioesen Gefaehrt von Cruz del Sur bin ich heute in Huaraz angekommen. Erste Nachfragen in Trekking-Agenturen haben ergeben, dass es derzeit kaum Sicherheitsbedenken fuer Solo-Trekker in der Cordillera Blancha gibt. Morgen gilt es einige Besorgungen zu erledigen und mich kurz und knackig an die Hoehe zu gewoehnen.</p>
<p><strong>12.06.2009 / Cochapamba / Day 1 (11.00) / 2973m (<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;q=Cochabamba,+Peru&amp;sll=-9.531601,-77.546825&amp;sspn=0.03826,0.087891&amp;g=Huaraz,+Peru&amp;ie=UTF8&amp;cd=2&amp;geocode=FbtLb_8dVdlb-w&amp;split=0&amp;ll=-9.485636,-77.842941&amp;spn=0.30612,0.4422&amp;t=h&amp;z=11" target="_blank">&gt;&gt;</a>)</strong></p>
<p>Ich sitze an einem Fluss, der langsam das Tal herunterfliesst. Mein Teewasser kocht auf dem Gaskocher, es gibt Koka-Tee. Gut gegen die ominoese Hoehenkrankheit. Mein Abenteuer in der Wildnis hat begonnen, ich bin kaum aus Cochapamba raus.</p>
<p><span id="more-426"></span></p>
<p><strong>12.06.2009 / S 08 57.369&#8242; W 077 44.940 / Day 1 (14.30) / 3462m (<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=S+08+57.369%27+W+077+44.940&amp;sll=-9.485636,-77.973404&amp;sspn=0.30612,0.703125&amp;ie=UTF8&amp;ll=-8.944767,-77.777367&amp;spn=0.153295,0.351562&amp;t=h&amp;z=12" target="_blank">&gt;&gt;</a>)</strong></p>
<p>Nach ungefaehr drei Stunden Marsch bin ich ziemlich ausgepowert. Die mind. 15 Kilo auf meinem Ruecken (Zelt, Schlafsack, Proviant, u.v.m.) machen sich bemerkbar, dazu habe ich in den letzten Stunden ueber 500m ueberwunden. Zum Mittag serviert der Chefkoch der Tour (Moi) Chinanudeln, Chiffles und einen grossen Pott Kaffee. Ich bezweifle, dass ich heute noch das erste grosse Camp erreiche, will aber von 3 bis 4.30 noch ein paar Meter zuruecklegen, bevor ich mich vor Anbruch der Dunkelheit nach einem Lagerplatz umschaue.</p>
<p><strong>12.06.2009 / S 08 56.921&#8242; W 077 43.063&#8242; / Day 1 (16.40) / 3709m (<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=S+08+56.921%27+W+077+43.063%27&amp;sll=-8.944767,-77.777367&amp;sspn=0.153295,0.351562&amp;ie=UTF8&amp;ll=-8.948306,-77.717961&amp;spn=0.002395,0.005493&amp;t=h&amp;z=18" target="_blank">&gt;&gt;</a>)</strong></p>
<p>Ich habe einen wundervollen Ort gefunden. Nach ueber 10km Fussmarsch und ueber 700m Hoehengewinn habe ich am Fluss ein kleines abgelegenes Plaetzchen gefunden, was nicht mehr als zwei 2-Mann Zelte aufnehmen koennte. Durch das Wasser vor mir spazieren Kuehe, die mich mit ihren wedelnden Schwaenzen bespritzen. Mein Ausblick ist traumhaft, direkt vor mir die Santa-Cruz Kett, weiter oestlich zeichnen sich die ersten schneebedeckten Gipfel ab. Jetzt, wo die Sonne ausd dem Tal verschwunden ist, wird es eisig kalt. Mein Zelt ist aufgebaut und mein Coca-Tee wartet auf mich. Trotz 700m Hoehenunterschied an einem Tag habe ich keine Anpassungsschwierigkeiten. Die Strapazen mit den 15 Kilo auf dem Ruecken nehme ich gerne in Kauf. Bin gespannt auf meine physische Konstitution morgen frueh. Der Chefkoch serviert zum Cena: Crema Esparragos mit Crackern.</p>
<p><strong>13.06.2009 / S 08 56.921&#8242; W 077 43.063&#8242; / Day 2 (08.30) / 3709m (<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=S+08+56.921%27+W+077+43.063%27+&amp;sll=-8.948306,-77.717961&amp;sspn=0.002395,0.005493&amp;ie=UTF8&amp;ll=-8.948751,-77.717135&amp;spn=0.00479,0.006909&amp;t=h&amp;z=17" target="_blank">&gt;&gt;</a>)</strong></p>
<p>Unerwarteterweise bleiben koerperliche Schmerzen nach dem ersten Tag mit dem 15 Kilo BACH aus. Ich habe leichte Kopfschmerzen, die ich auf die Hoehe zurueckfuehre und leichte Sorgen was meine Schlafausstattung angeht, war diese Nacht doch ziemlich kuehl und die naechsten werden aufgrund groesserer Hoehe wohl deutlich kaelter. Zum Fruehstueck bietet der Proviantkoffer: Pott Kaffee, Brot mit Johannisbeer-Marmelade.</p>
<p><strong>13.06.2009 / S 08 56.668&#8242; W 077 40.328 / Day 2 (12.50) / 3927 m (<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=S+08+56.668%27+W+077+40.328&amp;sll=-8.948751,-77.719173&amp;sspn=0.00479,0.010986&amp;ie=UTF8&amp;t=h&amp;z=9" target="_blank">&gt;&gt;</a>)</strong></p>
<p>Nach den ersten relativ strammen 7km des Tages spuere ich meine Knochen. Die Strecke ist angenehm zu laufen, da sich die Steigung in Grenzen haelt. Bis zu diesem Punkt habe ich heute 200m ueberwunden. Beim Anzuenden des Kochers ist mein erstes Feuerzeug kaputtgegangen, damit bin ich schon ab Tag 2 auf mein Ersatzfeuer angewiesen. Almuerzos heute: Chinanudeln Chifa mit zwei Scheiben Brot, danach einen Coca-Tee.<br />
Ich muss meinen Ernaehrungsplan etwas umstellen. Die vier Scheiben Brot mit Marmelade am Morgen haben mich nur ueber etwas mehr als 2h gebracht, danach war ich schon auf Schokolade angewiesen. Ich werde zukuenftig frueh ausgiebig fruehstuecken  und unterwegs zwei &#8220;Brotzeiten&#8221; einlegen. Am Abend gibt es dann hauptsaechlich Suppe.<br />
Die Kopfschmerzen halten an. Je nachdem, wie es heute abend und morgen frueh aussieht, sehe ich mich vielleicht gezwungen einen Ruhetag einzulegen, bevor es auf 4700m geht.</p>
<p><strong>13.06.2009 / S 08 55.072&#8242; W 077 36.618&#8242; / Day 2 (18.00) / 4145m (<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=S+08+55.072%27+W+077+36.618%27&amp;sll=-9.363665,-77.424297&amp;sspn=1.224895,1.768799&amp;g=S+08+56.668%27+W+077+40.328&amp;ie=UTF8&amp;ll=-8.91916,-77.609224&amp;spn=0.009582,0.013819&amp;t=h&amp;z=16" target="_blank">&gt;&gt;</a>)</strong></p>
<p>Plaene aendern sich. Das nicht ganz  solange marschieren ist dann doch zu einer 7h Tortur geworden. Was sich in den ersten fuenf Stunden angenehm lief wurde am Ende super-steil. Grund: Ich habe mich entschieden, bis auf ueber 4100m zu steigen und mich morgen ganz in Ruhe zu akklimatisieren und dan den Aufstieg auf Punto Union (4760m) zu wagen.<br />
Durch die 15 Kilo auf meinem Ruecken verbrauche ich Unmengen an Energie, dadurch, dass ich heute aber 12,3 km marschiert bin und ueber 400m ueberwunden habe, bin ich im angedachten Zeitplan. Da tut eine Pause ganz gut.</p>
<p><strong>14.06.2009 / S 08 55.072&#8242; W 077 36.618&#8242; / Day 3 (10.00) / 4145m</strong><strong> (<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=S+08+55.072%27+W+077+36.618%27&amp;sll=-9.363665,-77.424297&amp;sspn=1.224895,1.768799&amp;g=S+08+56.668%27+W+077+40.328&amp;ie=UTF8&amp;ll=-8.91916,-77.609224&amp;spn=0.009582,0.013819&amp;t=h&amp;z=16" target="_blank">&gt;&gt;</a>)</strong></p>
<p>Am Sonntag wird geruht. Und so ruhe ich. Nach dem 12,3 km Marsch gestern, klirrender Kaelte in der Nacht, haemmernden Kopfschmerzen aufgrund der Hoehe, heisst es heute pausieren, Kraefte sammeln und die Beine an diesem wundervollen Ort baumeln lassen. Von meinem Standort aus habe ich einen guten Blick auf den Alpamayo (5974m) und den Quitaraju (6036m) NW von mir, den Taulliraju (5830m) im NO und die Kette Artesanraju (6025m), Paron (5600m) und Millisraju (5500m) im Sueden.<br />
Die Entscheidung heute zu ruhen scheint sich als Glueckstreffer zu erweisen. Meine Kopfschmerzen klingen ab, ich habe gerade mich, meine Haare und meine Waesche in max. 5 Grad kaltem Wasser gewaschen und fuehle mich grossartig. Der Berg macht es einem nicht leicht, wo es in der Nacht auf unter 0 Grad faellt, scheint die Sonne am Tag so aggressiv, dass ein laengeres Draussen sitzen zu echten Verbrennungen fuehrt. Ich muss morgen relativ frueh loskommen, damit ich Punto Union (4760m) vor der Mittagssonne ueberquert habe. Zum Brunch heute:  Coca Tee, Vanille Kekse, Brot mit Marmelade.</p>
<p><strong>14.06.2009 / S 08 55.072&#8242; W 077 36.618&#8242; / Day 3 (14.00) / 4145m </strong><strong>(<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=S+08+55.072%27+W+077+36.618%27&amp;sll=-9.363665,-77.424297&amp;sspn=1.224895,1.768799&amp;g=S+08+56.668%27+W+077+40.328&amp;ie=UTF8&amp;ll=-8.91916,-77.609224&amp;spn=0.009582,0.013819&amp;t=h&amp;z=16" target="_blank">&gt;&gt;</a>)</strong></p>
<p>Die Kopfschmerzen sind zurueckgekehrt. Nichtsdestotrotz halte ich an meinem Vorhaben fuer den morgigen Tag fest. Almuerzos: Chinanudeln, Coca-Tee. Es beginnt zu hageln.</p>
<p><strong>14.06.2009 / S 08 55.072&#8242; W 077 36.618&#8242; / Day 3 (18.00) / 4145m </strong><strong>(<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=S+08+55.072%27+W+077+36.618%27&amp;sll=-9.363665,-77.424297&amp;sspn=1.224895,1.768799&amp;g=S+08+56.668%27+W+077+40.328&amp;ie=UTF8&amp;ll=-8.91916,-77.609224&amp;spn=0.009582,0.013819&amp;t=h&amp;z=16" target="_blank">&gt;&gt;</a>)</strong></p>
<p>Die Sonne geht langsam hinter dem Alpamayo unter. Es wird immer kuehler. Ich habe mich auf die frostige Nacht vorbereitet. Auf meinem Gaskocherkocht Wasser auf. Heute abend und morgen frueh gibt es Nudeln mit Thunfisch, was mir genug Kraft fuer den Aufstieg geben sollte.<br />
Ich habe erste Vorstellungen zu meiner weiteren Reiseplanung. Vor einer Entscheidung lasse ich das aber erst noch einmal 1-2 Tage sacken.</p>
<p><strong>15.06.2009 / S 08 55.072&#8242; W 077 36.618&#8242; / Day 4 (09.00) / 4145m </strong><strong>(<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=S+08+55.072%27+W+077+36.618%27&amp;sll=-9.363665,-77.424297&amp;sspn=1.224895,1.768799&amp;g=S+08+56.668%27+W+077+40.328&amp;ie=UTF8&amp;ll=-8.91916,-77.609224&amp;spn=0.009582,0.013819&amp;t=h&amp;z=16" target="_blank">&gt;&gt;</a>)</strong></p>
<p>Die kaelteste Nacht meines Lebens. Draussen hat es gefroren, mein Schlafsack ist nicht wirklich fuer diese Temperaturen geeignet und so musste ich alles anziehen, was ich finden konnte. Meine Nachtgarderobe: Wollsocken, Jeans, Regenhose, Unterhose, T-Shirt, Pullover, Fleece-Jacke, Regenjacke, Hoodie, Tuch, Muetze, Jumper, Schal und darueber den Schlafsack. Ich habe es ueberlebt. Da die Nacht hier 14h dauert (19:00 &#8211; 07:00) verbringe ich die halbe Nacht wach, frierend und wartend. Am Morgen packe ich noch im morgentlichen Frost meine Sachen und mache mich auf Richtung Punto Union. Desayunos: Nudeln mit Thunfisch, Schokolade.</p>
<p><strong>15.06.2009 / S 08 54.738&#8242; W 077 34.922&#8242; / Day 4 (13.30) / 4766m (<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=S+08+54.738%27+W+077+34.922%27&amp;sll=-8.91916,-77.609224&amp;sspn=0.009582,0.013819&amp;ie=UTF8&amp;ll=-8.911189,-77.57618&amp;spn=0.038327,0.055275&amp;t=h&amp;z=14" target="_blank">&gt;&gt;</a>)</strong></p>
<p>Mit letzter Kraft, vielen Pausen und nahezu unertraeglichen Kopfschmerzen erreiche ich nach ca. 3h Punto Union, auf meinem Trek wohl der hoechste Punkt. Von hier aus bietet sich ein wunderbarer Blick in die Taeler unterhalt des Taulliraju (5830m), auf dessen Auslaeufern ich stehe. Auf der einen Seite gruen mit einigen Lagunen, zeigt sich auf der Seite, die ich gerade hochgetrippelt bin ein ungleich eindrucksvolleres Bild. Der Taulliraju fuettert die unter ihm liegende Lagune Taullicocha, mit ihren unglaublich klarem Gletscherwasser. Wenn ich von hier oben heruntergucke, sehe ich fast 1,5 Tagesmaersche zurueck bis zur Lagune Jatuncocha.</p>
<p><strong>15.06.2009 / S 08 57.152&#8242; W 077 33.729&#8242; / Day 4 (17.30) / 3801m (<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=S+08+57.152%27+W+077+33.729%27&amp;sll=-8.911189,-77.57618&amp;sspn=0.038327,0.055275&amp;ie=UTF8&amp;ll=-8.954263,-77.557297&amp;spn=0.038323,0.055275&amp;t=h&amp;z=14" target="_blank">&gt;&gt;</a>)</strong></p>
<p>Nach langem Marsch, bei dem ich ueber 900m gefallen bin, klingen meine Kopfschmerzen ab. Dafuer regnet es in Stroemen und das Aufbauen des Zeltes muss schnell vorangehen. Auf meinem Weg heute habe ich drei weitere Einzelkaempfer getroffen, dich mich zum gemeinsamen Abendessen eingeladen haben. Grandiose Camping-Pasta von einem Chef. Hoffentlich wird es heute Nacht nicht so kalt.</p>
<p><strong>15.06.2009 / S 08 57.152&#8242; W 077 33.729&#8242; / Day 5 (07.00) / 3801m</strong><strong> (<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=S+08+57.152%27+W+077+33.729%27&amp;sll=-8.911189,-77.57618&amp;sspn=0.038327,0.055275&amp;ie=UTF8&amp;ll=-8.954263,-77.557297&amp;spn=0.038323,0.055275&amp;t=h&amp;z=14" target="_blank">&gt;&gt;</a>)</strong></p>
<p>Letzte Nacht war deutlich besser. Auch wenn die Gerauesche des Flusses neben mir auch in der vierten Nacht keine beruhigende Wirkung verstroemen, war es deutlich waermer und der Schlafanteil erstmals &gt;4h. Gleichzeitig musste ich auf die Batteriekapazitaet meines I-Pods keine Ruecksicht mehr nehmen, steht doch heute die Rueckkehr zur Steckdose an. Daher konnte ich den wachen Teil der Nacht mit Anne Will, Thadeusz und den Absoluten Beginnern verbringen.<br />
Noch ist es kuehl und die Sonne kletter erst langsam ueber die Berge. Solange sie mich nicht erreicht hat, kann ich weiter in &#8220;The Feast of the Goat&#8221; blaettern, dass ich mittlerweile zur Haelfte durch habe.<br />
Die Entscheidung ueber meine weitere Reiseplanung ist klar. Ich freue mich auf das was vor mir liegt.</p>
<p>+ <a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=83032&amp;id=534618562&amp;l=b6925f3f61" target="_blank">Fotos der vergangenen 5 Tage hier &gt;&gt;</a><br />
+ Riesendank an Jens &amp; Ulrike fuer das GPS. Neben dem markieren vieler Orte in den letzten Wochen hat es fuer fuenf Tage eine echte Bestimmung gefunden!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>20.05.-26.05.2009 / Rio Napo; Ecuador, Peru</title>
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		<pubDate>Tue, 26 May 2009 15:19:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nitaps</dc:creator>
				<category><![CDATA[america'09]]></category>
		<category><![CDATA[me]]></category>
		<category><![CDATA[Himmel]]></category>
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		<description><![CDATA[In den letzten sechs Tagen war ich irgendwo zwischen Himmel und Hoelle, staendig auf einem schmalen Grat, am ausbalancieren zwischen diesen beiden Extremen.
Jetzt bin ich seit gestern Abend in Iquitos, Peru. Als erstes eine warme Dusche, dann gruendlichste Reinigung meiner Waesche. Anschliessend einen kraeftigen Burger mit Pommes und reichlich Cerveza, ein kleiner Spaziergang am Ufer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten sechs Tagen war ich irgendwo zwischen Himmel und Hoelle, staendig auf einem schmalen Grat, am ausbalancieren zwischen diesen beiden Extremen.</p>
<p>Jetzt bin ich seit gestern Abend in Iquitos, Peru. Als erstes eine warme Dusche, dann gruendlichste Reinigung meiner Waesche. Anschliessend einen kraeftigen Burger mit Pommes und reichlich Cerveza, ein kleiner Spaziergang am Ufer und ab ins Bett, endlich wieder in Ruhe aufwachen.</p>
<div id="attachment_507" class="wp-caption alignnone" style="width: 574px"><a href="http://nitaps.spalekplus.com/wp-content/uploads/2009/05/america-2009-19-web.png"><img class="size-large wp-image-507" title="america-2009-19-web" src="http://nitaps.spalekplus.com/wp-content/uploads/2009/05/america-2009-19-web-564x423.png" alt="Auf dem Passagierdeck der Lancha Andy." width="564" height="423" /></a><p class="wp-caption-text">Auf dem Passagierdeck der Lancha Andy.</p></div>
<p>Eine Reise in Ausschnitten.</p>
<p><span id="more-396"></span></p>
<p><strong>20.05.2009  Quito &#8211; Coca (Tag 1)<br />
</strong></p>
<p>Um 7.30 besteige ich den Bus von Transportes Baños, der mich innerhalb von 11h nach Coca bringen soll. Erneut erlebe ich das, was mich von ungefaehr drei Wochen auf meinem ersten Trip in den Oriente begeistert hat. Der Bus klettert den Andenkamm hinauf, versinkt im Nebel der Wolken und schlaengelt sich anschliessend stundenlang durch ueppiges Gruen, vorbei an aus den Felsen sprudelnden Wasserfaellen. Immer wieder unterbrochen von Stopps, um Passagiere aufzunehmen, Geroell oder Ueberschwemmungen auszuweichen erreichen wir nach 9 Stunden Lago Agrio. Die letzte halbe Stunde sitz eine kleine Ecuadorianerin neben mir, die sich nach einer spaerlichen Konversation auf Spanisch wuenscht, dass ich ihr aus meinem englischsprachigen Buch vorlese. Da mir das unbefriedigend erscheint, fange ich nach kurzer Zeit an, englische Woerter zu erklaeren, zu malen oder mit Haenden und Fuessen zu beschreiben. Wer das Vergnuegen hatte, mit mir Tabu oder ein aehnliches Spiel zu spielen, kann sich den Erfolg meiner Uebersetzungsarbeit gut ausmalen. Bei meiner Erklaerung der Bedeutung des Volkes der Mauren fuer die Eroberung Latein-Amerikas durch die Spanier und Portugiesen hat sie die Schn***e gestrichen voll und verlaesst fluchtartig den Bus&#8230;</p>
<p>Zwischen Lagio Agrio und Coca ragen Oelbohrtuerme mit brennenden Fackeln mitten aus dem Urwald. Ein verstoerendes Bild!</p>
<p>Coca (<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=es&amp;q=Puerto+Francisco+de+Orellana,+Ecuador&amp;sll=-2.245228,-79.898479&amp;sspn=0.010249,0.013819&amp;ie=UTF8&amp;cd=1&amp;geocode=FTJa9f8dgu5m-w&amp;split=0&amp;ll=-0.696735,-77.140353&amp;spn=0.010256,0.013819&amp;t=h&amp;z=16&amp;iwloc=A" target="_blank">&gt;&gt; Karte</a>) ist beherrscht von der Oelindustrie. Alles ausser das direkte Zentrum ist eine Aneinanderreihung von grossen Grundstuecken mit schwerem Geraet der einheimischen und auswaertigen Oelunternehmen. Im Zentrum beherrscht grauer Beton das Bild, eine Dschungelmetropole habe ich mir anders vorgestellt. Am Abend sind die Buergersteige mit Zelten, Plastikstuehlen und riesigen Toepfen verstellt. Hier essen hunderte zu Abend. Die normalen Restaurants sind leer, nur gut situierte sitzen in der ein oder anderen Ecke.</p>
<p>Gluecklicherweise habe ich direkt nach Ankunft mich nach Booten erkundigt und bin fuendig geworden. Es wird kein laengerer Aufenthalt in Coca. Am naechsten Morgen um 7.00 geht ein 60-Mann-Boot nach Nuevo Rocafuerte.</p>
<p><strong>21.05.2009  Coca &#8211; Nuevo Rocafuerte (Tag 2)<br />
</strong></p>
<p>Am Abend zuvor dachte ich, ich sei der einzige Gringo in Town. Am Pier treffe ich nun auf zwei Schweizer. Sie wollen auf ungefaehr halber Strecke aussteigen und in Panacocha bleiben.</p>
<p>Das Boot ist bei meiner Ankunft bereits mit Fracht vollgeladen. Hier in Coca endet die organisierte Infrastruktur. Briefe, Pakete, Motoren, Herde, Obst, Gemuese, Coca Cola, Reis und Zeitungen erreichen die Bewohner flussabwaerts nur noch ueber diese Boote, die 3-4 Mal woechentlich bis unters Dach vollgepackt hier ablegen. Ich sitze also auf dem Boot. Am Rand auf einem gepolsterten Sitz, mir sind in der Breite ca. 40cm zugeteilt. Mir gegenueber in ungefaehr 2 Meter abstand eine andere Sitzreihe, dazwischen noch eine Reihe Plastikstuehle. In den zwei Gaengen stapelt sich Fracht. 13h Fahrt liegen vor mir.</p>
<p>Ich fahre den Rio Napo herunter. Alle halbe Stunde haelt das Boot an einer Siedlung. Die Bewohner freuen sich ueber ihre Post, ihre Waren und ueber den zurueckkehrenden Mitbewohner. Ich freue mich ueber etwas mehr Platz. Alle halbe Stunde wird es besser. Als es dunkel wird, gleiten wir den Napo fast blind, nur mit einer Taschenlampe bewaffnet herunter. Wo wir halten muessen zeigen uns die Bewohner durch Lichtsignale vom Ufer aus. Nach 14h sehe ich die Lichter von Nuevo Rocafuerte (<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=es&amp;geocode=&amp;q=nuevo+rocafuerte,+Ecuador&amp;sll=-0.696735,-77.14443&amp;sspn=0.010256,0.021973&amp;g=Puerto+Francisco+de+Orellana,+Ecuador&amp;ie=UTF8&amp;ll=-0.899125,-75.401917&amp;spn=0.164088,0.351562&amp;t=h&amp;z=12&amp;iwloc=A" target="_blank">&gt;&gt; Karte</a>). Als groessere Siedlung gibt es hier Strassenlaternen und Strom von 6-11PM.</p>
<div id="attachment_520" class="wp-caption alignnone" style="width: 574px"><a href="http://nitaps.spalekplus.com/wp-content/uploads/2009/05/america-2009-8-web.png"><img class="size-large wp-image-520" title="america-2009-8-web" src="http://nitaps.spalekplus.com/wp-content/uploads/2009/05/america-2009-8-web-564x751.png" alt="america-2009-8-web" width="564" height="751" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Anwohner holt per Kanu seine bestellten Gasflaschen ab.</p></div>
<p>Nach dem Anlegen nimmt mich Juan Carlos sofort in Empfang. Zu meinem Erstaunen offenbart sich ein weiterer Passagier als Gringo. Paolo, 33J, Italiener guckt mich &#8211; bis wir ca. 3 Tage spaeter wieder getrennte Wege gehen &#8211; nur grummlig an. Er ist stets skeptisch, wirkt erhaben und an einem Gedankenaustausch scheint er nicht interessiert. Ich mag Ihn nicht. Andere Gringos sind nicht in Sicht. Juan Carlos hat es zu seiner Profession gemacht, durch umfassende Sorge um Touristen, diesen auch den letzten Dollar aus der Tasche zu ziehen. Er bringt uns zur Marina (Pass registrieren, die Kontrolle wg. Schweinegrippe wurde zu Gunsten des Abendessens des Arztes abgeblasen), laedt uns fuer 3$ in sein Haus zum Abendessen ein (Ich lehne dankend ab.) und organisiert uns Zimmer in der unerwartet guten Absteige. Sein Ziel offenbart sich am spaeten Abend. Ganz zufaellig hat er ein Kanu, mit dem er uns nach Pantoja (Peru) bringen kann. Es koste 60$ die Fahrt (45min!/meine 14h Fahrt vorher kostete 15$). Ich weiss, dass ich am naechsten Tag einen Weg fuer 6-10$ finden kann. Doch er hat ein Ass im Aermel. Er wisse,dass am naechsten Tag ein Cargo-Boot Richtung Iquitos ablegen wuerde. Um 8.00 morgens. Er koenne uns hinbringen. 6.00 Abfahrt. Es ist zu spaet,um sich nach Alternativen umzugucken und so greifen Paolo und ich in die Taschen und zahlen widerwillig jeder 30$·</p>
<p><strong>22.05. &#8211; 25.05.2009  Lancha Andy, Rio Napo (Tag 3-6)</strong></p>
<p>Nachdem ich meinen Ausreisestempel erhalten und mit dem Boot die ecuadorianisch-peruanische Grenze ueberquert habe, wird der peruanische Grenzort Pantoja (<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=es&amp;geocode=&amp;q=pantoja,+peru&amp;sll=-0.899125,-75.401917&amp;sspn=0.164088,0.351562&amp;ie=UTF8&amp;ll=-0.960572,-75.177383&amp;spn=0.32817,0.4422&amp;t=h&amp;z=11" target="_blank">&gt;&gt; Karte</a>) langsam sichtbar. Am Ufer liegt die Andy. Juan Carlos hatte recht, heute faehrt ein Schiff. Im Restaurant des Dorfes werden die Einreiseformalitaeten beim Fruehstueck geklaert, auf dem Schiff Geld gewechselt und ein Ticket gekauft (Pantoja &#8211; Santa Clotilde 22$), dann blaest der Captain zur Abfahrt, drei weitere Gringos springen auf die Lancha und los geht der bisher abenteuerlichste Teil meiner Reise.</p>
<p>Wir fahren 3,5 Tage und 3 Naechte den Napo herunter und Iquitos entgegen, das der Reiseverlauf.</p>
<p>Doch wie beschreibe ich das Leben an Bord, die Ereignisse bei jedem Stopp den wir machen? Ein Erfahrungsbericht dieser Reise, der mir in Coca in die Haende gefallen ist, trifft es vielleicht ganz gut. Es ist Himmel und Hoelle. Der Wechsel zwischen Begeisterung und Entsetzen passiert schnell und stetig.</p>
<p>Es ist das einzige Fernverkehrsmittel was die Bewohner der Pueblos entlang des Rios haben. Das Boot ist Frachtschiff, Personenfaehre, Handelsschiff und Kommunikationsplattform mit der Aussenwelt in Einem. Fuer die Bewohner ist es ganz normale Realitaet und ihre bekannter Grad an Sicherheit, Hygiene und Platzangebot. Wenn ich meine Eindruecke beschreibe, kann ich dies nur aus meiner westeuropaeischen Sicht tun und komme nicht drumherum, in einigen abstossende Reaktionen hervorzurufen. Aber das war es nicht. Die Menschen an Bord, ihre Geschichten und ihr Weg zu leben bleibt fuer mich nur faszinierend.</p>
<p>Der Alltag in Ausschnitten.</p>
<p>Ich betrete das Boot. Unten im Frachtdeck stehen einige Kuehe und ein paar Schafe. Das Passagierdeck ist noch fast leer. Im hinteren Teil befindet sich die Kueche, es wird abgekochtes Flusswasser mit Bananen zum Fruehstueck angeboten. Ich schaffe die halbe Suppe. Mehr Hoeflichkeit traue ich meinem Magen nicht zu.</p>
<p>Ich treffe Anna (Spanien), Francesca (Italien) und Steven (Holland). Steven und ich verbringen viel Zeit an Bord miteinander, die Maedels halten sich an Paolo.</p>
<p>Das Schiff faehrt flussaufwaerts. Falsche Richtung?! Wir halten an einem Uferrand. Die Crew baut aus gefaellten Baumstaemen einen Unterstand fuer Kuehe und Huehner auf dem vorderen Teil des Bootes. Wir verharren hier fuenf Stunden.</p>
<p>Um ca. 11 bereitet der Koch das Essen vor. Ich haenge gerade meine Haengematte auf, als er beginnt ein lebendes Huhn durch die Luft zu schleudern, mit dem Kopf auf die Tischkante zu schlagen und dem Tier versucht den Halz umzudrehen. Es schafft es noch laufend ueber das halbe Deck und bleibt tot liegen. Zwei Stunden spaeter ist es gut durch&#8230;</p>
<p>Was am schwersten faellt ist das Warten. Von den 6 Tagen, die das Boot bis Iquitos braucht, bestehen 80% aus Laden, Warten, Laden, Warten. Zwischen den Stopps vergehen 5-10 Minuten Fahrt flussabwaerts. Stehen wir, ist es unglaublich schwuel und stehen macht mich unruhig.</p>
<p>In den ersten 1,5 laden wir hauptsaechlich Plantanen und Huehner. Dazu kommen einige Passagiere. Der Kapitaen kauft die Waren groesstenteils an und verkauft sie gewinnbringend in Iquitos. Fuer eine Plantanenstaude zahlt er 1 Soll (25EUR-Cent).</p>
<p>Nachts faehrt die Andy kontinuierlicher flussabwaerts. Millionen von Sterne glitzern im Nachthimmel. Der Mond haengt &#8220;falschrum&#8221;.</p>
<p>Das Boot fuellt sich. Mehr Menschen sind auf dem Passagierdeck (auf 5&#215;12m ca. 60) und in ihren Haengematten, die mittlerweile kreuz und quer aufgespannt sind. Aus dem Frachtdeck hoert man das stete Grunzen der ca. 50 Schweine, vom Dach aus wecken mich die Haehne taeglich  gegen 5.30.</p>
<p>Mein Magen signalisiert mir, dass zweimal taeglich das mit Flusswasser praeparierte Essen zu viel ist. (Das Flusswasser wird in einen grossen Eimer gefuellt und zwei Stunden stehen gelassen, damit sich die dicken Bestandteile nach unten absetzen, das obere Wasser wird fuer Getraenke, Suppen, Reis und Fleisch benutzt.) Ich oeffne meine erste Dose mitgebrachten Proviant.</p>
<p>Unter mir lagert gerauecherter Fisch, der das Geruchsorchester komplettiert.</p>
<p>Es ist spannend zu sehen, wie grosse Bullen auf das Boot getrieben werden. NABU, PETA und BUND waeren entsetzt, fuer die Menschen hier ist es ein laufendes Stueck Essen. Mehr nicht.</p>
<p>Ein dickes Schwein wird falschherum an eine Holzplanke gebunden zum Schiff gebracht. Nebenan werden die Schweine an einer mobilen Waage gew0gen.</p>
<p>Fuer die Bewohner ist die Ankunft des Schiffes ein Ereignis wie fuer mich. Sie freuen sich auf Kekse aus der Bar. Benzin fuer ihre Generatoren, oder kriegen ihre Augen nicht von den Gringos weg.</p>
<p>Der Captain haelt ein niedliches Tier in der Hand. Er sagt, es sei ein Atchuni, der im Dschungel gefangen wurde. Wir Gringos machen fleissig Fotos. Da wussten wir noch nicht, das wir es zum Abendbrot haben wuerden&#8230;</p>
<p>Es wird richtig voll an Deck. Wir sind bei ungefaehr achtzig, dazu reicht der Frachtraum nicht mehr aus und viele Huehner werden mittlerweile hier gelagert. Dazu haben wir interessante Mitreisende bekommen. Ein Ferkel rennt ueber das Deck auf der Suche nach Essbarem. Eine Affenmutter fristet ihr Dasein in einem Kaefig mit ihrem Baby auf dem Ruecken und ein kleines Geschoepf, was sie hier &#8220;kleiner Tiger&#8221; nennen, liegt ab und an auf meinem Schoss und laesst sich streicheln. Dazu kommen zahlreiche Papageien und Schildkroeten. Nicht zu vergessen der Fisch unter meiner Haengematte, der das Ferkel und mich ganz verrueckt machen. Aus unterschiedlichen Gruende, aber derselben Ursache.</p>
<p>Einer der Militaers erzaehlt mir, er hat 30 Tage Urlaub. Er hat Dienst in Pantoja und wohnt in Lima. Er brauch mind. 7 Tage bis Lima und 7 Tage zurueck. Es bleibt nicht viel Zeit uebrig.</p>
<p>Wir stecken eine Nacht in Copal Urcu (<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=es&amp;geocode=&amp;q=copal+urco,+peru&amp;sll=-2.386776,-73.794479&amp;sspn=0.327931,0.4422&amp;ie=UTF8&amp;ll=-2.391407,-73.844948&amp;spn=0.081983,0.11055&amp;t=h&amp;z=13&amp;iwloc=A" target="_blank">&gt;&gt; Karte</a>) fest. Die Pueblos streiken. Sie protestieren gegen die Ausbeutung des Regenwalds durch die Oelfirmen. Wir protestieren in Deutschland auch dagegen, hier geht es fuer die Menschen um ihre Existenz. Die Tiere, die sie jagen, verschwinden, die Vegetation geht ein und ihr Ausbreitungsgebiet wird kleiner. Ganz banal: Willst du eine Oelfackel in deinem Garten?<br />
Ich erfahre, dass die Andy das erste Schiff seit 30 Tagen ist, die den Rio herunterfahren darf. Ausser diesen Einhimschen-All-in-One Schiffen ist es keinem weiteren Boot erlaubt hier zu passieren. Auch wir koennen nicht, ohne unsere Unterstuetzung fuer den Streik zu zeigen, Copa Lurcu verlassen. Die Menschen auf dem Boot kommen zusammen und beraten sich, dann wird Ware abgeladen. Ein grosser Berg Plantanen, 10 Huehner, viele Kaesten Inka-Cola werden vom Boot getragen. Die Waren sollen an alle Streikenden in der Umgebung  verteilt werden. Doch der Dorfvorsitzende ist noch nicht gluecklich und untersagt uns die Weiterfahrt. Als jemand noch zwei seiner Schweine herausrueckt, hebt er die Hand und wir koennen ablegen.</p>
<p>Vor dem Eingang zur Toilette haengt ein totes, ausgenommenes Schwein. Wahrscheinlich Abendbrot.</p>
<p>Santa Clotilde<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=es&amp;geocode=&amp;q=santa+clotilde,+peru&amp;sll=-2.39638,-73.780746&amp;sspn=0.163965,0.2211&amp;ie=UTF8&amp;ll=-2.448176,-73.757057&amp;spn=0.163958,0.2211&amp;t=h&amp;z=12&amp;iwloc=A" target="_blank"> (&gt;&gt; Karte)</a>. Mein Ticket gilt nur bis hier (Ich hoerte davon, dass Santa Clotilde &#8211; Iquitos auf dem Boot &#8220;gefaehrlich&#8221; ist und wollte mich hier nach einer anderen Moeglichkeit umgucken). Am Anfang der Reise sagte der Captain 2 Tage bis zu diesem Pueblo. Wir sind mittlerweile an unserem vierten Tag. Der Captain verspricht, dass er es in weiteren zwei Tagen nach Iquitos schafft. (Ich sehe die Lancha Andy einige Tage spaeter im Hafen von Iquitos stehen. Sie brauchte noch mind. 4 Tage ab S.C.) Am Ufer in Santa Clotilde steht ein Schnellboot. Keiner hat damit gerechnet, weil aufgrund des Streiks kein Boot fahren duerfte. Der Kapitaen laechelt und sagt, kein Problem mehr, er legt gleich ab. Wir entscheiden uns umzusteigen. Fuer 20$ sind wir in 4h in Iquitos (Denke an den Zeitraum, die die Andy noch gebraucht hat).</p>
<p>Ich baue meine Haengematte ab und packe meine Sachen. Schlechtes Gewissen ueberfaellt mich. Ich denke an den Armee-Jungen, der so schnell wie moeglich nach Lima will, die alte Dame, die wahrscheinlich dringend zu einem Arzt will und den Buchhalter des Schiffes, der es gar nicht erwarten kann, endlich wieder in einen Strip-Club in Iquitos zu gehen. Der Gringo hats ja&#8230;<br />
Ich verlasse das Boot mit viel Wehmut. Noch hunderte Geschichten liegen brach, aber ich kann hier nur einen Bruchteil aufschreiben.</p>
<p>Das Schnellboot rast den Rio herunter. Ploetzlich tauchen links und rechts Kanus der Einheimischen auf. Sie versuchen uns zum Halten zu bewegen, kreuzen uns und versuchen uns zu rammen. Sie sehen boese aus, schwenken Paz (Friede) und peruanische Flaggen. Wir sind schneller&#8230; Unsere Motoren sind ihren ueberlegen und wir winden uns durch die Barrikade. So bin ich vom Streikunterstuetzer zum Streikbrecher mutiert. Keine fuenf Minuten spaeter geht uns der Sprit aus. Wir liegen ruhig auf dem Rio und halten nach weiteren Kanus Ausschau. Zum Glueck sind keine in Sicht. Aus dem Boot wurde in der letzten Nacht Benzin geklaut und so treiben wir flussabwaerts bis zum naechsten Pueblo. Dort kauft der Captain Benzin fuer den dreifachen Preis und wir machen uns auf den weiteren Weg nach Iquitos (<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=es&amp;geocode=&amp;q=masusa,+Iquitos,+Per%C3%BA&amp;sll=-3.728469,-73.252501&amp;sspn=0.010235,0.013819&amp;ie=UTF8&amp;t=h&amp;z=13" target="_blank">&gt;&gt; Karte</a>).</p>
<p>Ich erreiche Iquitos am Abend gegen fuenf. Bei all meinen Reiseplanungen war Iquitos immer der gedankliche Endpunkt. Ein Ort, ueber 300.000 Einwohner, der keinen Strassenzugang hat, auf dem soviel Motorraeder herumfahren, wie es Einwohner sind und wo ein Teil der Bewohner auf Hauesern wohnen, die auf dem Wasser schwimmen. Noch weiss ich nicht weiter von hier. Ich lasse diesen Ort auf mich wirken und suche mir dann einen neuen Weg.</p>
<div id="attachment_522" class="wp-caption alignnone" style="width: 574px"><img class="size-large wp-image-522" title="america-2009-29-web" src="http://nitaps.spalekplus.com/wp-content/uploads/2009/05/america-2009-29-web-564x422.png" alt="america-2009-29-web" width="564" height="422" /><p class="wp-caption-text">Die Andy erreichte Iquitos drei Tage nach mir.</p></div>
<p><a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=78430&amp;id=534618562&amp;l=da9a86a1e2" target="_blank">&gt;&gt; Fotos von der Lancha Andy</a></p>
<p>Martin, 29.05.2009</p>
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		<title>18.05.2009 / Quito, ECU</title>
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		<pubDate>Mon, 18 May 2009 23:26:11 +0000</pubDate>
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Letzter Abend und Zusammenfassung
Der letzte Abend wird lang. Der Jungle Juice (Rohrzuckerschnaps, Frucht und Zimt) fliesst in stroemen, die erste Bar wird uebernommen und zu G.A.P Gebiet erklaert. Der Abend geht bis fuenf und endet standesgemaess mit einem Burger und einem Hot-Dog. Am naechsten Morgen hat vor allem der aeltere Teil der Truppe arge [...]]]></description>
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<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><strong>Letzter Abend und Zusammenfassung</strong></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Der letzte Abend wird lang. Der Jungle Juice (Rohrzuckerschnaps, Frucht<span> </span>und Zimt) fliesst in stroemen, die erste Bar wird uebernommen und zu G.A.P Gebiet erklaert. Der Abend geht bis fuenf und endet standesgemaess mit einem Burger und einem Hot-Dog. Am naechsten Morgen hat vor allem der aeltere Teil der Truppe arge Koordinationsstoerungen und der ein oder andere verschwindet vom Fruehstueckstisch nach dem ersten Stueck Ei wieder Richtung Zimmer, detaillierter Badezimmer.<span> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Rueckblickend war e seine grossartige Zeit. Ecuadors ist vielleicht das abwechslungsreichste Land, was ich bisher bereist habe. Begonnen mit Quito, das sich so traumhaft durchs Tal schlaengelt, ueber die zwei Tage im Dschungel, die fuer mich die groesste Faszination hervorgerufen haben. Kaum aus dem Dschungel war der Blick auf den Chimborazo einer der einpraegensten und die Wanderung auf zumindest 5200m die anstrengenste Erfahrung des Tripps.<span> </span>Baños, mit all seinen Aktivitaeten wahnsinnig aufregend bis halzbrecherisch und Montañita mit all seiner Gelassenheit genau der Gegensatz zu allem vorherigen. Insgesamt unglaublich viel erlebt in unglaublich kurzer Zeit.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><span id="more-391"></span><br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Doch vor allem haben die vielen kleinen Geschichten und die doch fantastischen Menschen die ersten 2 Wochen hier so aufregend gemacht. Allen voran die “Older Youth” Dave, Elaine, John<span> </span>und Terece, mit all ihrer Reiseerfahrung, der stets guten Laune, den vielen Geschichten und dem unvergleichlichen Durst auf “Cerveza”. Si soy honesto, I was really impressed. Auch die jungen Leute waren lustig und abwechslungsreich, Jens ein gutter Zimmergenosse und verdienter “Honory Welshman”. Dave, if you read this – thanks for the tricks, the cards and the lovely stories!</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">So genug geschwafelt, ich hoffe, den ein oder anderen eines Tages wiederzusehen. Cardiff war ein entfernter Punkt auf der Landkarte und ist zu einem dicken roten Punkt mutiert, die Westkueste Irlands gehoert auch mal bereist…</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><strong>Ausblick</strong></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Ab sofort geht es allein weiter. Keiner weiss wie. Ich schwanke zwischen freudiger Erwartung und Unwohlsein, ob der Perspektive, in den naechsten 8 Wochen auf mich gestellt zu sein. Ich habe mich in den Dschungel verliebt und will ihn jetzt bereisen. Ich weiss noch nicht ob es funktioniert, der Weg ist auf jeden Fall steinig. Von Quito geht es nach Coca, von dort per Boot tiefer in den Oriente. Eines schoenen Tages will ich in Iquitos, Peru landen. An jedem Umsteigepunkt ist ein Abbruch der Strecke moeglich, weil es an weiteren Transportmoeglichkeiten fehlt. Aber wir werden sehen. Zur Not drehe ich um und nehme eine andere Route.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Ich habe meine Blogeintraege bis zum heutigen Tag aktuell, vielleicht gibt es jetzt ein oder zwei Wochen nichts von mir. Hauptsaechlich aus Mangel an Internet und schwerwiegender Strom im Oriente. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Ich beginne den spannenden Teil der Reise und schicke vorher nochmal einen Gruss nach Hause!</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Es gibt mehr als den einen Bericht von mir, alle Berichte ab “Martin 29.04.-02.05.” sind neu oder ueberarbeitet. Ich wuerde mich freuen, wenn de rein oder andere sich die Muehe macht, sie zu lesen. Dann waren die letzten 4h langsames Internet nicht umsonst.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">¡Hasta Luego!</span></p>
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		<title>11.05-17.05.2009 / Montañita, Peguche, Otavalo; ECU</title>
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		<pubDate>Mon, 18 May 2009 23:02:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nitaps</dc:creator>
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Montañita
&#62;&#62; Karte (6m)

&#62;&#62; Fotos

Nach der Santa Anita Community nun der krasse Gegensatz. Montañita, Surferhauptstadt Ecuadors trotz saemtlichen Anstrengungen. Nichts passiert hier. Jeder Tag ist gleich. Aufstehen mittags, rein ins Wasser, rauf aufs Surfbrett, sobald die besten Wellen weg sind ran einen der zahlreichen Cocktailstaende und runter mit dem 1,2,3 Mojito. Bei Einbruch der Dunkelheit [...]]]></description>
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<p><!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><strong>Montañita</strong></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=es&amp;geocode=&amp;q=01+49.464+S+080+45.218+W&amp;sll=0.246634,-78.24626&amp;sspn=0.121192,0.154495&amp;ie=UTF8&amp;ll=-1.8244,-80.753633&amp;spn=0.060566,0.077248&amp;t=h&amp;z=14" target="_blank">&gt;&gt; Karte (6m)</a><br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=76801&amp;id=534618562&amp;l=753eb7342d" target="_blank">&gt;&gt; Fotos</a><strong><br />
</strong></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Nach der Santa Anita Community nun der krasse Gegensatz. Montañita, Surferhauptstadt Ecuadors trotz saemtlichen Anstrengungen. Nichts passiert hier. Jeder Tag ist gleich. Aufstehen mittags, rein ins Wasser, rauf aufs Surfbrett, sobald die besten Wellen weg sind ran einen der zahlreichen Cocktailstaende und runter mit dem 1,2,3 Mojito. Bei Einbruch der Dunkelheit 2 Stunden in die Haengematte, dann frisch und schick machen um den Abend mit weiteren Cocktails zum Laufen zu bringen. In den Strandclub bis 3, dann an den Strand um den Abend am Lagerfeuer bis zum Morgengrauen ausklingen zu lassen. Dann schlafen bis 12 und das ganze von vorne… Was fuer einige nach einem traumhaften Ort klingt ist in den ersten drei Tagen ganz nett gewesen. Danach wusste ich, ich muss weg. Hier passiert nichts. Die Leute wechseln, alles andere bleibt gleich. Tagein, tagaus. Schnell weiter. Wieder nach Quito.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><span id="more-383"></span><br />
</span></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><strong>Peguche</strong></span></p>
<p class="MsoNormal"><a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=es&amp;geocode=&amp;q=00+14.797+N+078+14.776+W&amp;sll=-2.1745,-79.891733&amp;sspn=0.015138,0.019312&amp;ie=UTF8&amp;ll=0.246634,-78.24626&amp;spn=0.121192,0.154495&amp;t=h&amp;z=13" target="_blank"><span lang="EN-US">&gt;&gt; Karte (2584m)</span></a></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=76801&amp;id=534618562&amp;l=753eb7342d" target="_blank">&gt;&gt; Fotos</a><strong><br />
</strong></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Noerdlich von Quito befindet sich die reichste aller Andenregionen. Imbaburra. Von hier stamen die beruehmten Otavaleños, Erst-Exporteure der in allen Fussgaenger-Zonen dieser Welt beruehmten Panfloetenmucke. Die besten Exporteure und Haendlern von saemtlichen Wollprodukten noch dazu. Im Gegensatz zu der Santa Anita Community spuert man den Reichtum sofort. Die Menschen wie in Santa Anita in traditioneller Kluft gekleidet sitzen sie hier hinter dem Steuer grosser Chevrolet und Chrysler-SUVs, hoeren oft westliche Musik und speisen zuhauf in guten Restaurants. Peguche ist dabei eines der Zulieferer-Doerfer fuer den groessten Markt Suedamerikas in Otavalo, ca. 15 Minuten suedlich. Tag und Nacht hoeren wir die Webstuehle rattern. Wer per Hand webt hat seine Tuer weit geoeffnet, die grossen automatischen Webstuehle werden in Hauesern und bedeckt von Planen notduerftig versteckt. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Auch die Natur hat es gut gemeint mit der Region. Wir fahren nach Cuicocha, einer Lagune 30 Min. noerdlich. Entstanden durch die Implosion des Vulkans. Kurzform: Vulkan, vormals riesig und die Spitz emit Schnee bedeckt implodiert aufgrund von kurzzeitig hohen Temperaturunterschieden, dabei faellt die Spitze des Vulkans in sich zusammen, der Schnee verfluessigt sich aufgrund der geringen Hoehe und die Lagune entsteht (s. Fotos). Bei spaeteren Ausbruechen entstehen zwei Inseln, die mittlerweile aufgrund ihrer isolierten Lage ueber einzigartige Flora und Fauna verfuegen, aber nicht betreten werden duerfen. Der Vulkan unterhalb der Lagune ist weiterhin aktiv, was uns bei einer Bootsfahrt gezeigt wird. In der Kratermitte steigen Gasblasen aus dem Wasser und zeugen von der andauernden Aktivitaet des Cuicocha. Der letzte Ausbruch ist 2500 Jahre her und auch wir verlassen die Lagune unbeschadet. Das Panorama bleibt unvergesslich. <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=es&amp;geocode=&amp;q=00+17.538+N+078+21.470+W&amp;sll=-0.2923,-78.357833&amp;sspn=0.007574,0.009656&amp;g=00+17.538+S+078+21.470+W&amp;ie=UTF8&amp;ll=0.2923,-78.357833&amp;spn=0.060596,0.077248&amp;t=h&amp;z=14" target="_blank">&gt;&gt; Karte (3061m)</a></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><strong>Otavalo</strong></span></p>
<p class="MsoNormal"><a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=es&amp;geocode=&amp;q=00+13.497+N+078+15.786+W&amp;sll=0.2923,-78.357833&amp;sspn=0.060596,0.077248&amp;ie=UTF8&amp;ll=0.224962,-78.263083&amp;spn=0.060596,0.077248&amp;t=h&amp;z=14"><span lang="EN-US">&gt;&gt; Karte (2579m)</span></a></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=76801&amp;id=534618562&amp;l=753eb7342d" target="_blank">&gt;&gt; Fotos</a><strong><br />
</strong></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Samstag. Markttag in Otavalo. Die auch waehrend der Woche gut gefuellte Handelsstadt platzt jeden Samstag aus allen Naehten. Handeltreibende aus der ganzen Region wickeln ihre Geschaefte heute ab und verwandeln Otavalo zum groessten Marktplatz Suedamerikas.<span> </span>Der Markt oeffnet morgens um fuenf Uhr mit dem Tiermarkt. Geschaefte werden wahlweise mit Geld oder per Tausch abgewickelt. Ein Ferkel ist fuer ca. 6$ zu haben, Meerschweine gibt es bereits ab 2$. Alles lebend. Eine Schlachterei ist nicht teil des Marktes. Neben Kuehen, Huehnern und Schafen werden vereinzelt auch Lamas, Pferde und Esel angeboten. Die Geschaefte werden per Handschlag beschlossen und am Ausgang des Marktes von einer offiziellen Instanz bestaetigt und oeffentlich gemacht. Marktspeise ist eine Suppe aus geronnenem Schweineblut und Innereien von Schweinen und Schafen. Da halt ich lieber Abstand. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Auch alle anderen Waren des taeglichen Bedarfs werden in der Stadt gehandelt. Zwischen den Menschenmassen rennen immer mal wieder ausgebuexte Huehner und Gaense hin und her und werden von ihren Besitzern mit Stoecken gejagt. Auf dem Markt mit traditionellen Webarbeiten ist das Verhaeltnis zwischen locals und Touristen fast 1:1. Einige verhandeln mit harten Bandagen und druecken die Preise um 60-70%, andere freuen sich ueber die im Gegensatz zu Europa und auch Quito eh schon guenstigen Preise und belassen es bei einer Reduktion um wenige Dollar. Als von meinen Mitreisenden jeder der bald wieder Heimreisenden wenigstens eine extra gekaufte Tasche mit Haengematten, Lauefern, Pullovern und Ponchos gefuellt hat, koennen wir abreisen. Wieder nach Quito. Im Bus beginnen die ersten Zweifel. Viele wissen nicht, wo sie ihre Haengematte ueberhaupt aufhaengen koennen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"> </span></p>
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		<title>07.05-11.05.2009 / Riobamba, Alausi, Guayaquil; ECU</title>
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		<pubDate>Mon, 18 May 2009 22:51:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[ 

Riobamba (Santa Anita Community)
&#62;&#62; Karte (3250m)

&#62;&#62; Fotos
Nach den erlebnisreichen Tagen in Baños ging es zur St. Anita Community an den Fusse des Chimborazo Vulkans, nach ecuadorianischer Definition die hoechste Erhebung der Welt (Glaube keinen Statistiken, die du nicht selbst gefaelscht hast… Die ecuadorianische Definition klingt fast plausibel) Am Nachmittag angekommen bot sich das schoenste [...]]]></description>
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<p><!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><strong>Riobamba (Santa Anita Community)</strong></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=es&amp;geocode=&amp;q=01+34.300+S+078+44.884+W&amp;sll=-0.271911,-77.964478&amp;sspn=0.969521,1.235962&amp;ie=UTF8&amp;ll=-1.553174,-78.749657&amp;spn=0.121148,0.154495&amp;t=h&amp;z=13" target="_blank">&gt;&gt; Karte (3250m)<br />
</a></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=76772&amp;id=534618562&amp;l=dcd5a9526e" target="_blank">&gt;&gt; Fotos</a></span></p>
<p>Nach den erlebnisreichen Tagen in Baños ging es zur St. Anita Community an den Fusse des Chimborazo Vulkans, nach ecuadorianischer Definition die hoechste Erhebung der Welt (Glaube keinen Statistiken, die du nicht selbst gefaelscht hast… Die ecuadorianische Definition klingt fast plausibel) Am Nachmittag angekommen bot sich das schoenste Schauspiel im Laufe des Abends, als die Sonne langsam hinter dem Vulkan verschwand und ihn dabei in feuriges Rot tauchte (s. Fotos). Interessant vor allem aber die Lebensverhaeltnisse der Bewohner. Ich habe seltener ein einfacheres Leben gesehen, als das, was die Indios hier leben. Haueser, die ausser einer Matraze, einem Kofferradio und einer kleinen Kueche wenig bieten ausser Kaelte, Feuchte und allerhand Tiere.</p>
<p><span id="more-379"></span></p>
<p>Jeder Erwachsene bestellt sieben Tage taeglich von Morgengrauen bis Sonnenuntergang sein Feld oder huetet die Tiere, Kinder gehen bis sie 15 sind zur Schule und helfen am Wochenende bei der Arbeit. Auf die 3 Suenden – Diebstahl, Faulheit und … &#8211; steht hier noch die Pruegelstrafe. Bei ersten und leichten vergehen wird der Delinquent mit einer Kette aus Brennesseln geschlagen, bei wiederholten und schwereren Vergehen droht eine noch ungleich grausamere Bestrafung. Der Beschuldigte wird dabei bis abends auf den Chimborazo bis auf Hoehe der Schneegrenze gebracht, entkleidet und mit kaltem Wasser uebergossen. Den Weg in die Community muss er nachts, alleine und nackt<span> </span>antreten. Der etwa 6h Marsch zurueck ermoeglicht den Wiedereintritt in die Gemeinschaft. Seine Privilegien hat der Gefolterte aber verloren und er beginnt mit einfachsten Taetigkeiten seinen Ruf wieder aufzubauen.</p>
<p class="MsoNormal">Die Wanderung zur Schneegrenze und zu den Eismienen, war das anstrengenste, was ich in den letzten Monaten erlebt habe. Oben angekommen war die Erleichterung bei allen riesig. <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=es&amp;geocode=&amp;q=01+29.820+S+078+48.012+W&amp;sll=-1.553174,-78.749657&amp;sspn=0.121148,0.154495&amp;ie=UTF8&amp;ll=-1.497,-78.8002&amp;spn=0.060576,0.077248&amp;t=h&amp;z=14" target="_blank">&gt;&gt; Karte (5200m)</a></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Noch ein Wort zum Kulinarischen. Ja, es stimmt, ich habe ein bisschen am Hamsterbeinchen gekaut. Was bei uns als Haustier bestens umsorgt wird, landet in den Andenregionen als Delikatesse auf dem Teller. Frisch ueber dem offenen kamin geroestet ist schwer zu unterscheiden, ob man nun gerade eine aussergewoehnlich grosse Ratte oder tatsaechlich ein schoenes Meerschwein vertilgt. Mein Geschmack war es nicht, andere liessen es sich nicht nehmen, die Hamster-Aeuglein auf der Zunge tanzen zu lassen. Tine, deren Hamster vor einem halben Jahr in den Tierhimmel aufgestiegen ist, verzichtete auf ihr Abendmahl. Dave, unverschaehmt wie immer, konnte sich folgende Frage nicht verkneifen: “Tine, would you recognize your hamster without a coat on?”</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><strong>Alausi</strong></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=es&amp;q=Alaus%C3%AD,+Ecuador&amp;sll=-1.424643,-78.249092&amp;sspn=0.48462,0.617981&amp;ie=UTF8&amp;cd=2&amp;geocode=FfZn3v8drehM-w&amp;split=0&amp;t=h&amp;z=11" target="_blank">&gt;&gt; Karte<br />
</a></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=76772&amp;id=534618562&amp;l=dcd5a9526e" target="_blank">&gt;&gt; Fotos</a></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Enttaueschende Fahrt auf der einzigen Bahnstrecke Ecuadors gemacht. Was als einmalige Ingenieursleistung angepriesen wurde war deutlich ueber Wert angeboten. Interessant vielleicht eher die Historie. Wir sind auf einem Teilstueck der Bahnstrecke Quito – Guayaquil gefahren. Von den 30ern bis in die 70er die schnellste Verbindung zwischen den beiden Grossstaedten (Bahn: 14h, Kutsche/Auto zu der Zeit: 2-3 Tage). Nach dem Bau der ersten Highways fuer die grosse Wirtschaft unwichtig geworden verfiel die Strecke zunehmend. Viele Indi-Communities, die durch die Bahnstrecke an die zivilisierte Welt angeschlossen wurden, waren nun wieder abgeschottet und nur umstaendlich ueber die Highways erreichbar. Das derzeit einzig noch befahrbare Stueck ist der Abschnitt Riobamba – Devils Nose, den wir gefahren sind. Der gerade wiedergewaehlte Praesident hat jedoch versprochen, die Strecke Quito – Guayaquil wieder komplett in Betrieb zu nehmen, erste Bahnstation werden dazu gerade restauriert, Schienen wieder verlegt. Grosses Vorhaben…</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><strong>Guayaquil</strong></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=es&amp;geocode=&amp;q=02+10.470+S+079+53.504+W&amp;sll=-1.424643,-78.249092&amp;sspn=0.48462,0.617981&amp;g=01+23.725+S+078+18.077+W&amp;ie=UTF8&amp;ll=-2.1745,-79.891733&amp;spn=0.015138,0.019312&amp;t=h&amp;z=16" target="_blank">&gt;&gt; Karte (2m)</a><br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=76772&amp;id=534618562&amp;l=dcd5a9526e" target="_blank">&gt;&gt; Fotos</a></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Zurueck in die Grossstadt. Unerwartet ueberfaellt mich Aufregung, als wir in die Vororte von Guayaquil, dem wirtschaftlichen Zentrum Ecuadors fahren. Wir haben nur einen Abend und so bleibt nicht viel Zeit. Guayaquil ist unglaublich hektisch, laut und bunt. Ausser Essen, Spaziergang durch die Altstadt, ein paar Bier in einer Bar und der Besuch einer Salsa-Disktohek gab es nicht viel. Im Club gab ich mein erstes Interview auf spanisch fuer das Guayaquiler Stadtfernsehen. Wenn ich Glueck habe, landet der peinliche Auftritt nicht auf Youtube.</span></p>
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		<title>03.05.-06.05.2009 / Baños, ECU</title>
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		<pubDate>Tue, 12 May 2009 18:35:14 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf den Strassen von Baños bemerke ich sofort die roten Linien und Pfeile, die bergabwaerts fuehren. Baños liegt in ungefaehr 1800m Hoehe am Fusse des Vulkans Tunguranhua. Ein aktiver Vulkan. Sehr aktiv. In der Nacht zum 05.05 hoert man ihn deutlich. Er spuckt Asche, mindestens woechentlich. Die roten Linie zeigen den schnellsten Evakuationsweg aus der Stadt im Falle des naechsten Ausbruchs. Der letzte war 2002. Kurz nach Ankunft bekommen wir eine Anweisung, was im Falle eines Ausbruchs alles zu beachten ist. Wir haben Glueck, ausser einem kleinen Husten in der einen Nacht bleibt der Vulkan ruhig.</p>
<p><span id="more-360"></span></p>
<p>Trotz dieser etwas beunruhigenden Lage ist Baños das Ausflugsziel Nr. 1 fuer Einheimische und Touristen. Baños traegt seinen Namen aufgrund der natuerlichen heissen Quellen, in denen Mann am Fusse des Vulkans baden kann. Gleichzeitig ist Baños aufgrund seiner Lage praedestiniert fuer Outdoo-Aktivitaeten aller Art. Schnell erreicht man den Dschungel bergabwaerts oder die Hoehen der Berge ein Stueck bergauf. Das nutze ich aus.</p>
<p>Am ersten vollen Tag entschliesst sich ein Grossteil meiner Mitreisenden eine Fahrradtour entlang der sieben groessten Wasserfaelle der Region zu machen, unterbrochen von ein, zwei luftigen Herausforderungen. Fuer Shandi aus Alberta, Canada endet die Fahrradfahrt und ihre ganze Reise abrupt und schmerzt. Kurz vor einer Tunneleinfahrt bremst sie unvermittelt mit der Vorderbremse, macht einen 1A-Salto ueber das Vorderrad und landet irgendwie auf Schulter, Kopf und Ruecken. Krankenwagen, Krankenhaus Baños, Taxi, Krankenhaus Quito und ab schnell mit dem Flieger nach Kanada. Diagnose: Schluesselbeinbruch links, Ellbogenbruch rechts, angeborchener Ellbogen links, dazu Prellungen und Schuerfwunden. Gute Besserung!</p>
<p>Wir entschieden uns nachdem wir den Schock verdaut hatten, weiterzufahren. Wir sprangen von einer Bruecke (Film folgt), fuhren mit einer wackligen Seilbahn ueber einen Canyon und ich stand hinter einem riesigen Wasserfall <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=es&amp;geocode=&amp;g=01+23.725+N+078+18.077+W&amp;ie=UTF8&amp;t=h&amp;layer=x&amp;ll=-1.395417,-78.301283&amp;spn=0.121157,0.154495&amp;z=13" target="_blank">&gt;&gt; Karte (496m)</a>. Wieder mal Natur pur. Ich glaube, das ist es es dann doch, was dieses Land ausmacht.</p>
<p>Am naechsten Tag habe ich das Naturerlebnis noch auf die Spitze getrieben und bin mit einem Seil ein paar Wasserfaelle heruntergeklettert. Der hoechste Mass stolze 45m. Der Blick nach untern war schon wahnsinnig und liess mich leicht zweifeln. Unten angekommen war es ein grossartiges Gefuehl&#8230;</p>
<p>Baños hat noch einiges mehr zu bieten, aber schon stand wieder die Abreise an. Wieder Sachen packen, ab nach Riobamba, hoch in die Berge&#8230;</p>
<p><a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=75572&amp;id=534618562&amp;l=b635c56987" target="_blank">&gt;&gt; Fotos aus Baños</a></p>
<p><a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=es&amp;geocode=&amp;q=ba%C3%B1os&amp;sll=-1.395417,-78.301283&amp;sspn=0.121157,0.154495&amp;ie=UTF8&amp;ll=-1.396348,-78.419768&amp;spn=0.060578,0.077248&amp;t=h&amp;z=14" target="_blank">&gt;&gt; Karte</a><br />
@max: Still FACEBOOK!</p>
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		<title>29.04.-02.05.2009 / Tena, Cotopaxi; ECU</title>
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		<pubDate>Tue, 12 May 2009 17:55:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nitaps</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Zeit verrinnt schnell. Fast zwei Wochen seit dem letzten Zeichen von mir sind vergangen. Mittlerweile habe ich mich fast einmal komplett durch Ecuador geschlagen. Im Zeitraffer, aber voller Intensitaet sah ich wohl die bedeutenste Eigenschaft dieses Landes. Seine Vielfalt. Beginnend in Quito, politische Schaltzentrale des Landes im Tal der beiden Andenruecken, ging es nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeit verrinnt schnell. Fast zwei Wochen seit dem letzten Zeichen von mir sind vergangen. Mittlerweile habe ich mich fast einmal komplett durch Ecuador geschlagen. Im Zeitraffer, aber voller Intensitaet sah ich wohl die bedeutenste Eigenschaft dieses Landes. Seine Vielfalt. Beginnend in Quito, politische Schaltzentrale des Landes im Tal der beiden Andenruecken, ging es nach Tena, der Dschungelhauptstadt des Landes, von dort an den Fuss des Vulkans Tungarahua nach Baños und weiter in die Hoehe der Andenstadt Riobamba. Eine kurze touristische Zugfahrt in Alausi, und ab in den Bus in das wirtschaftliche Zentrum Guayaquil an der Kueste . Mittlerweile am Strand von Montañita, der Surfer-Hauptstadt Ecuadors. Jede Region zu 90% unterschiedlich von der vorherigen. Jede Busfahrt der Eintritt in ein eigentlich voellig selbststaendiges und unabhaengiges Terrain. Das alles in wenigen Tagen. Die Geschichten sind zahlreich. Zumindest ein,zwei will ich mit euch daheimgebliebenen teilen.<span id="more-351"></span></p>
<p><strong>Vulkan Cotopaxi</strong></p>
<p>An meiner vierten Tag in Quito und mit dem Gefuehl die Hoehe im Griff zu haben wagte ich mich in mein erstes Abenteuer. Hoch auf den Vulkan Cotopaxi, einem aktiven Vulkan zwei Stunden entfernt von Quito. Ein Jeep brachte mich, August aus Seattle und zwei weitere auf 4626m. Endstation fuer Jeeps. Von da aus stellten wir unsere Mountainbike-Kenntnisse unter Beweis und fuhren mit immensem Tempo oder wahlweise dauerhaft angezogener Bremse von 4626 auf knapp 2800m hinab. Wahnsinn ist, wie schnell sich die Wetterverhaeltnisse aendern koennen. Auf 4626m blies es uns fast weg, kaum stehen war moeglich. Nach fuenf Minuten steil bergab rissen wir uns alle Jacken vom Leib, um nicht als &#8220;a la plancha&#8221; (gegrillt) zu enden. Vom Funfaktor absolut grossartig, weil sauschnell, von der Landschaft absolut atemberaubend. Das Gefuehl auf die Welt aus ueber 4600m zu sehen ist wahnsinn.</p>
<p>August war diesmal CvD-Fotografie und hat auch seine Eindruecke aufgeschrieben:</p>
<p><a href="http://auguststriparoundtheworld.blogspot.com/2009/04/horrors-and-thrills.html" target="_blank">&gt;&gt; Bericht von August</a></p>
<p><a href="http://picasaweb.google.com/August.Flanagan/Cotopaxi#" target="_blank">&gt;&gt; Fotos von August</a></p>
<p><a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=es&amp;geocode=&amp;q=00+39.398+S+078+26.322+W&amp;sll=-1.395417,-78.301283&amp;sspn=0.121157,0.154495&amp;ie=UTF8&amp;ll=-0.656633,-78.4387&amp;spn=0.060592,0.077248&amp;t=h&amp;z=14" target="_blank">&gt;&gt; Karte (4626m)</a></p>
<p><strong>Tena / Cotopari Community</strong></p>
<p>Nachdem ich meine nun in den folgenden 2-Wochen Mitreisenden getroffen hatte, ging es auch gleich auf nach Tena in den Oriente (Amazonasgebietes Ecuadors). Eine 6-stuendige Busfahrt fuehrte uns ueber den oestlichen Andenruecken rein in die wunderbar gruene, frische, feuchte und saftige Oriente-Region. Wahr ich aus Quito noch relative raue Bergvegetation gewohnt, so aenderte sich dies nun mit jedem Meter, die der Bus die Serpentinen runter tiefer in den Dschungel kroch. Gras wurde zu flaechendeckendem Moos, die Baeume dichter, die Bananenpflanzen hauefiger, aus den Felswaenden flossen riesige Wasserfaelle. Fuer die naechsten drei Stunden kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Lianen hingen zwischen Baeumen, Vogelgezwitscher von allen Seiten. Tena liegt nicht wirklich tief im Oriente, ist mehr das Tor zum Dschungel, aber auch schon eindrucksvoll genug. Zwei Fluesse treffen sich hier und bilden gemeinsam einen wichtigen Zustrom zum Rio Napo, der wiederrum als einzig nicht-verpesteter Fluss Ecuadors den Amazonas mit Frischwasser speist. Eine Bruecke verbindet die beiden Stadteile Tenas und ist am Abend Hauptanlaufpunkt fuer Einheimische wie einzelne Touristen. Frischen Fisch gibt es in den zahlreichen Restaurants am Ufer, ein Mann legt dir fuer zwei Dollar eine Anaconda um den Hals. Auf dem obligatorischen Fussballplatz wird noch im Halbdunkeln Fussball gespielt. Es gefaellt mir in Tena. Ich fuehle mich in der Pracht des Dschungels trotz Hitze und Feuchtigkeit wohl. Ich wuerde gerne bleiben. Doch der Zeitplan ist dicht.</p>
<p>Am naechsten Tag geht es schoen frueh im warmen Regen Richtung tiefstem Dschungel. Geplant sind zwei Tage bei einer Quichua-Community, den Cotopari. Nach der Fahrt bei Regem in offener Jeepladeflaeche und einem dreistuendigem Hike mit Machete durch Sekundaer-Regenwald, ueberqueren wir noch einen Fluss und gelangen ins Dorf der Cotopari. Bilderbuch. Bambushuetten, offenes Feuer, Kinder spielen Fussball auf dem obligatorischen Platz. Die Waesche haengt zum Trocknen auf den Terrassen. Sie braucht hier bei dieser Luftfeuchtigkeit ungefaehr 2-3 Tage, eh sie halbwegs trocken ist.</p>
<p>Wir schlafen in offenen Cabañas, bekommen traditionelle Kost gereicht und sehen, wie die Cotopari leben und von was sie sich ernaehren. Zu viel Details, um sie hier auszufuehren. Was bleibt: Das Hand-in-Hand von Natur und Mensch beeindruckt mich. Nichts hier wird auf Kosten der Natur benutzt. Strom gibt es drei Stunden am Tag. Fur die Cabañas der Touristen. Wir haben auch Duschen, die Cotopari nutzen den Fluss. Ich mache es Ihnen gleich, gehe morgens im Fluss baden, benutze am Abend Kerzen anstatt Dieselgenerator-Strom. Es fuehlt sich gut an. Ich mag es hier.</p>
<p>Am naechsten Tag eine drei Stunden Wanderung durch primaeren Regenwald. Ich sehe, was die Natur alles bereit haelt, probiere unglaublich viele Blueten und Fruechte, baue ein Stueck Cabaña-Dach aus Palmenblaettern. Wieder zuviel um es hier auszubreiten. Beim Blasrohr Wettkampf gewinnen natuerlich die Cotopari, vor den sich unerwartet tapfer-haltenden Walisern mit 2/3 Treffern und den aufgrund ihrer Menge auftrumpfenden Daenen. Deutschland trifft nicht. Fuehrt dabei bei der Rum-Wertung.</p>
<p>Weitere kleine Geschichten lassen sich ueber diesen Abend erzaehlen, aber er war zu eindrucksvoll, um ihn in ein paar blosse Worte zu fassen. Lasst euch gesagt sein, ich bekam meinen ersten Spitznamen, wurde &#8220;Ehrenmitglied&#8221; der Gemeinde und meine guten Freunde des Abends waren am naechsten Morgen nicht in der Lage das Fruehstuck zuzubereiten. Nur eins weiss ich. Der Schamane neben mir hatte recht. Der Chica de Juca Schnaps, den er mir permanent reichte, macht keine Kopfschmerzen&#8230;</p>
<p>Ich liebe den Dschungel und finde meinen Weg zurueck!</p>
<p><a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=75563&amp;id=534618562&amp;l=1bc3004b05" target="_blank">&gt;&gt; Fotos aus Tena und von den Cotopari</a></p>
<p><a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=es&amp;geocode=&amp;q=00+59.549+S+077+48.875+W&amp;sll=-0.656633,-78.4387&amp;sspn=0.060592,0.077248&amp;ie=UTF8&amp;ll=-0.992483,-77.814583&amp;spn=0.060587,0.077248&amp;t=h&amp;z=14" target="_blank">&gt;&gt; Karte (502m)</a></p>
<p>@me: du trottel hast bei den cotopari nicht auf den knopf gedrueckt. argh!</p>
<p>@all: Ich wuerde gerne hunderte Fotos mit euch teilen, allerdings ist das bei der hiesigen Internet-Verbindung unmoeglich. Ein paar kann ich euch immer als Appetit-Anreger geben. Mehr geht leider nicht. Weiterhin sind die Schmankerl auf Filmrollen festgehalten.</p>
<p>@max: FACEBOOK. Immer noch!</p>
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