25.11.09 / nitaps auf cafébabel.com
This article in: English, Spanish and finally here the German version:
Einige persönliche Eindrücke meines ERASMUS-Aufenthalts sind seit 25.11.2009 bei cafebabel.com – das Europa Magazin in sechs Sprachen zu lesen. Hier meine ersten Sätze…
Sauna, Bier-Abi und Studieren per Beamer – ein Semester im finnischen Tampere
Angestachelt von PISA-Studie, Rentieren und Santa Claus verbringe ich mein Erasmus-Semester in Tampere: ein Empfehlungsschreiben.
“Das Geld, was wir im Sommer verdienen, investieren wir im Winter in Bier, das uns über fünf kalte Monate rettet“, sagt Petri, finnischer Student in Turku. Was ERASMUS-Studenten im Winter in Finnland suchen, ist ihm ein Rätsel. Er träumt sich im Schein seiner Tageslichtlampe lieber in Regionen, die seine Reisekataloge bewerben.

Tampere und der Näsijervi vom 168m hohen Näsinneula
Seit drei Monaten lebe ich nun in Tampere; mit vier Hochschulen und über 40.000 Studenten Bildungs- und Kulturhochburg des Landes. Werfe ich einen nüchternen Blick auf die äußeren Umstände, liegt es nahe, mir eines von Petris’ Bieren zu öffnen und mich der gleichen Lethargie hinzugeben. Die Tage sind grau, im Winter zeigt sich die Sonne höchstens sechs Stunden und wird meist von Wolken verdeckt. Aus dem Haus gehe ich nur mit Mütze, Schal und Handschuhen, zumindest tagsüber noch ohne Zittern, wenn die Temperaturen mühevoll über den Gefrierpunkt klettern. Auf der Straße reagiert selten einer der Finnen auf meinen Kommunikationsversuch mittels breiten Lächelns. Nur am Abend, wenn Finnen sich mittels Lapin Kulta (finn. Bier) oder Fisu (Minz-Bonbon in Vodka aufgelöst) gründlichst erwärmen, werden Gesprächspartner zahlreich und übertrieben mitteilsam.
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Toller Artikel. Wirklich super geschrieben. Man könnte sich tatsächlich fast täuschen lassen und frohen Mutes aus Buenos Aires nach Tampere ziehen
Nein, Spaß beiseite. Weiter so!