18.05.2009 / Quito, ECU

Letzter Abend und Zusammenfassung

Der letzte Abend wird lang. Der Jungle Juice (Rohrzuckerschnaps, Frucht und Zimt) fliesst in stroemen, die erste Bar wird uebernommen und zu G.A.P Gebiet erklaert. Der Abend geht bis fuenf und endet standesgemaess mit einem Burger und einem Hot-Dog. Am naechsten Morgen hat vor allem der aeltere Teil der Truppe arge Koordinationsstoerungen und der ein oder andere verschwindet vom Fruehstueckstisch nach dem ersten Stueck Ei wieder Richtung Zimmer, detaillierter Badezimmer.

Rueckblickend war e seine grossartige Zeit. Ecuadors ist vielleicht das abwechslungsreichste Land, was ich bisher bereist habe. Begonnen mit Quito, das sich so traumhaft durchs Tal schlaengelt, ueber die zwei Tage im Dschungel, die fuer mich die groesste Faszination hervorgerufen haben. Kaum aus dem Dschungel war der Blick auf den Chimborazo einer der einpraegensten und die Wanderung auf zumindest 5200m die anstrengenste Erfahrung des Tripps. Baños, mit all seinen Aktivitaeten wahnsinnig aufregend bis halzbrecherisch und Montañita mit all seiner Gelassenheit genau der Gegensatz zu allem vorherigen. Insgesamt unglaublich viel erlebt in unglaublich kurzer Zeit.


Doch vor allem haben die vielen kleinen Geschichten und die doch fantastischen Menschen die ersten 2 Wochen hier so aufregend gemacht. Allen voran die “Older Youth” Dave, Elaine, John und Terece, mit all ihrer Reiseerfahrung, der stets guten Laune, den vielen Geschichten und dem unvergleichlichen Durst auf “Cerveza”. Si soy honesto, I was really impressed. Auch die jungen Leute waren lustig und abwechslungsreich, Jens ein gutter Zimmergenosse und verdienter “Honory Welshman”. Dave, if you read this – thanks for the tricks, the cards and the lovely stories!

So genug geschwafelt, ich hoffe, den ein oder anderen eines Tages wiederzusehen. Cardiff war ein entfernter Punkt auf der Landkarte und ist zu einem dicken roten Punkt mutiert, die Westkueste Irlands gehoert auch mal bereist…

Ausblick

Ab sofort geht es allein weiter. Keiner weiss wie. Ich schwanke zwischen freudiger Erwartung und Unwohlsein, ob der Perspektive, in den naechsten 8 Wochen auf mich gestellt zu sein. Ich habe mich in den Dschungel verliebt und will ihn jetzt bereisen. Ich weiss noch nicht ob es funktioniert, der Weg ist auf jeden Fall steinig. Von Quito geht es nach Coca, von dort per Boot tiefer in den Oriente. Eines schoenen Tages will ich in Iquitos, Peru landen. An jedem Umsteigepunkt ist ein Abbruch der Strecke moeglich, weil es an weiteren Transportmoeglichkeiten fehlt. Aber wir werden sehen. Zur Not drehe ich um und nehme eine andere Route.

Ich habe meine Blogeintraege bis zum heutigen Tag aktuell, vielleicht gibt es jetzt ein oder zwei Wochen nichts von mir. Hauptsaechlich aus Mangel an Internet und schwerwiegender Strom im Oriente.

Ich beginne den spannenden Teil der Reise und schicke vorher nochmal einen Gruss nach Hause!

Es gibt mehr als den einen Bericht von mir, alle Berichte ab “Martin 29.04.-02.05.” sind neu oder ueberarbeitet. Ich wuerde mich freuen, wenn de rein oder andere sich die Muehe macht, sie zu lesen. Dann waren die letzten 4h langsames Internet nicht umsonst.

¡Hasta Luego!



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